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kurzdarstellung

Kurzdarstellung der Schloss-Schule

Die Schloss-Schule Ilvesheim, Staatliche Schule für Blinde und Sehbehinderte mit Internat, ist die einzige öffentliche Schule dieser Art in Baden-Württemberg.

Zur individuellen Förderung und Bildung von Kindern und Jugendlichen mit einer Sehbehinderung, hochgradiger Sehbehinderung oder Blindheit werden unterschiedliche Angebote bereitgehalten.

Beratungsstelle

Die Beratungsstelleumfasst den Bereich der Frühförderung und des sonderpädagogischen Dienstes.

Frühförderung

Blinde und hochgradig sehbehinderte Kinder haben von Geburt an besondere individuelle Förderbedürfnisse. Dies erfordert für Kinder und Jugendliche eine breit gefächerte Palette von Angeboten und Therapien. Den Grundstein legt die sonderpädagogische Beratungsstelle mit dem Frühförderangebot. Hier erfahren Eltern Hilfe und Unterstützung bei der Förderung ihres sehbehinderten, hochgradig sehbehinderten oder blinden Kleinkindes, vor allem durch kostenlose Hausbesuche oder Unterstützung und Beratung in einem Kindergarten am Wohnort.

Daneben bietet die Beratungsstelle regelmäßige Elterngesprächskreise, ein Eltern-Kind-Schwimmen, musikalische Früherziehung sowie mehrtägige Eltern-Kind-Veranstaltungen in den Räumen der Schule an.

Die Beratungsstelle bemüht sich, gemeinsam mit den Eltern für das Kind einen Platz im allgemeinen Kindergarten oder einem Schulkindergarten am Wohnort zu finden. Wenn es die Förderbedürfnisse des Kindes gebieten und die Eltern dies wünschen, kann ein Kind ab 2 Jahren auch in den Schulkindergarten für Blinde und Sehbehinderte der Schloss-Schule Ilvesheim aufgenommen werden.

Das Ziel der Frühförderung und des Schulkindergartens ist eine optimale Vorbereitung auf die Schule, ob in Ilvesheim oder am Wohnort.

 Sonderpädagogischer Dienst

Im Rahmen des Sonderpädagogischen Dienstes erhalten Kinder und Jugendliche an ihrem Wohnort sonderpädagogische Unterstützung und Bildung an einer allgemeinen Schule, die durch regelmäßige Kurse zu spezifischen Themen ergänzt werden. Lehrer und Eltern erhalten spezifische Beratung und Unterstützung, bei Bedarf werden Assistenzkräfte geschult und begleitet, die das Kind oder den Jugendlichen im Unterrichtsalltag der allgemeinen Schule begleiten und Unterrichtmaterial blindenspezifisch aufbereiten. In der Vorbereitung erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit dem Medienberatungszentrum, den Schulträgern und den Kostenträgern der Eingliederungshilfe oder Krankenkasse. Besondere Kurse, die in Zusammenarbeit mit den drei weiteren (privaten) Schulen für Blinde ein Baden-Württemberg koordiniert und abgesprochen werden, finden mehrtägige Kurse zu bestimmten Themen statt.

Medienberatungszentrum für Blinde

Das Medienberatungszentrum berät bezüglich neuer Technologien für Blinde und Sehbehinderte, sowie individueller Lösungen für Ausstattungen. Bei einem Schulplatz in einer allgemeine Schule geben Beratungsstelle, Medienberatungszentrum mit Textservice Information und Unterstützung. Der angegliederte Textservice überträgt Schulbücher zu einer barrierefreien digitalen Datei und unterstützt die Bereithaltung barrierefreier Prüfungsvorlagen.

Schule

Die Schloss-Schule Ilvesheim als Heimsonderschule arbeitet im Schulbereich als Ganztagsschule und bildet mit dem Schülerinternat eine pädagogische Einheit. Durch den Einbezug medizinischer Dienste können alle Kinder und Jugendliche, unabhängig von der Schwere ihrer Behinderung oder weiteren Erkrankungen, das Schulangebot wahrnehmen.

Mit Beginn der Schulpflicht bietet die Schule ein breit gefächertes Angebot an. Am Schulort Ilvsheim sind dies folgende Bildungsgänge: Geistigbehinderte, Förderschule,5-jährige Grundschule, Werkrealschule/ Hauptschule und Realschule.Im Rahmen des Sonderpädagogischen Dienstes oder des Gemeinsamen Unterrichts an einer allgemeinen Schule beinhaltet das Angebot darüber hinaus auch Gymnasium, berufliches Gymnasium und die allgemeine Berufsschule.

Die verschiedenen Bildungsgänge der Schule orientieren sich grundsätzlich an den entsprechenden Bildungsgängen für sehende Kinder und Jugendliche und die dort festgeschriebenen Kompetenzen und Bildungsstandards. Durch die Einschränkung in den visuellen Funktionen, gegebenenfalls auch weiteren Behinderungen, rücken jedoch andere oder zusätzliche Schwerpunkte in den Vordergrund. Hierfür wird der Bildungsplan der Schule für Blinde und der Schule für Sehbehinderte in der Erarbeitung der Fachcurricula und der Bereitstellung individueller Angebote herangezogen. Dies sind Kompetenzen in den Bereichen Wahrnehmung, Selbstständigkeit, Kommunikation, Medien und Methoden, Identität und Umgang mit Anderen, Bewegung und Mobilität, Lebenspraxis und Vorbereitung auf das nachschulische Leben/Lebensentwürfe. Im Rahmen einer Individuellen Lern- und Entwicklungsbegleitung werden Schwerpunkte und Inhalte mit den Eltern und Schülern besprochen. Die Abschlussprüfungen werden in Kooperation mit einer allgemeinen Schule der Region durchgeführt und führen zu einem allgemeinen Abschluss. Durch eine Teilnahme an den zentralen Arbeiten, wie VERA oder DVA, ist eine durchgängige Bildungsberatung möglich, die eine Offenheit für Übergänge und Wechsel zwischen Sonderschule und allgemeiner Schule bzw. der Teilnahme an dem Angebot des Gemeinsamen Unterrichts im Blick hat.

Eine enge und langjährige Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, dem Integrationsfachdienst und örtlichen Sozialhilfeträgern sichert eine, auf Vertrauen und Kommunikation aufgebaute Begleitung der Übergänge in Bereiche der beruflichen Bildung.

Das schulische Angebot wird ergänzt durch erweiterte Bildungsangebote und Arbeitsgemeinschaften, die die Schülerinnen und Schüler in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützen, sowie spezifische Förderbereiche, wie Lebenspraxis oder Mobilität, aufgreifen. Hierzu findet eine enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Internat, gegebenenfalls unter Einbezug von Vereinen oder Angeboten der Gemeinde Ilvesheim statt.

Internat

In das Internat, das in den Schulwochen von Montag bis Freitag geöffnet ist, werden Schüler aufgenommen, denen die tägliche Fahrt zwischen Elternhaus und Schule nicht zugemutet werden kann oder die aufgrund ihrer individuellen Förderbedürfnisse durch den Internatsaufenthalt eine bessere Chance auf Teilhabe und Aktivität haben.  Eingebettet in den Tagesablauf werden die Selbstständigkeit und Lebenspraktischen Fertigkeiten zur Alltagsbewältigung durch aktives Tun der Schüler gefördert. Aus der besonderen Situation einer Schule mit Internat ergibt sich die Notwendigkeit, die Schüler an eine sinnvoll gestaltete Freizeit heranzuführen.

Kooperationen

Die Schloss-Schule Ilvesheim versteht sich als Bildungs- und Beratungszentrum für sehbehinderte, hochgradig sehbehinderte und blinde Kinder und Jugendliche.

Hierzu gehört auch eine Vielzahl von Kooperationen, die die Bandbreite der Angebote sinnvoll erweitern, die Fachlichkeit sichern und gewährleisten, dass die Schüler und ihre Familien unabhängig vom Wohnort unterstützt werden.

Als Ausbildungsschule ermöglichen wir es jungen Menschen in verschiedenen Berufen einen Teil ihrer Ausbildungszeit bei uns abzuleisten und neue Impulse aus den Fachschulen und Seminaren umzusetzen und zu reflektieren.

Eine enge Zusammenarbeit, zum Beispiel mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, dem Verband der Blinden- und Sehbehindertenpädagogen und der Mitwirkung in, auch landesübergreifenden Fortbildungsangeboten oder Arbeitskreisen sichern den fachlich hohen und stets aktuellen Stand des Angebots und der Unterstützungsleistung.