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Orientierung und Mobilität

Die Schüler sollen befähigt werden, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten selbständig in ihrer Umwelt zu bewegen. Sie sollen auch befähigt werden, zu erkennen, wo, wann und wie sie Hilfestellung brauchen und wie sie sich die Hilfen von ihren Mitmenschen adäquat erbitten bzw. diese angebotenen Hilfen auch verweigern können, wenn keine Hilfestellung notwendig ist. Zur selbständigen Orientierung und Fortbewegung sind verschiedene Techniken und Hilfsmittel erforderlich, mit denen man sich schützt, informiert, orientiert und unabhängig von anderen Menschen macht. Der Einsatz von Hilfsmitteln wird gelernt und so lange geübt, bis diese im Alltag integriert sind und problemlos eingesetzt werden können.
Des weiteren werden verschiedene Umweltmuster bewusst gemacht, die in unserer Umwelt in gleicher oder ähnlicher Form immer wieder zu finden sind und Strategien entwickelt oder besprochen, wie man sich in diesen Umweltmustern zurechtfindet und/oder fortbewegt.

Schulung der sehgeschädigten Kinder und Jugendliche der Schloss-Abteilung

Bei diesem Schülerkreis wird angestrebt, diese jungen Menschen zu einem selbständigen Leben incl. Bewältigung aller jetziger und zukünftiger Wege im privaten Bereich (Einkauf, Freizeitangebote, Urlaub), sowie in Ausbildung und Beruf (Arbeitsweg, Arbeitsplatz) zu befähigen. Daher ist die Schulung immer so angelegt, dass die Inhalte auf vergleichbare Situationen übertragbar sind. Die Nutzung von Hilfsmitteln in verschiedenen Lebensbereichen und Situationen wird vermittelt und eingeübt.

  • Bewusster Einsatz des Gehörs zur Auswertung von Schall-Schatten, Schall-Reflektion (Echo) und von Umweltgeräuschen ganz allegemein.
  • Einkauf in Einzelhandel, Supermarkt, Kaufhaus, etc.
  • Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel und Bahn
  • Bewältigung von Hindernissen
  • Einsatz von Kompass, Smartphone, elektronischer Hilfsmittel, etc. zum Aufbau und zur Unterstützung von Orientierung und Orientierungsstrategien in bekannter und fremder Umgebung

Schulung bei geistig eingeschränkten Kindern und Jugendlichen und im Bereich des Sonderschulkindergartens

Auch bei diesem Schülerkreis wird zunächst ein Verständnis für Grundmuster angestrebt, oft ist eine Transferleistung aber nicht oder nur bedingt möglich. Entsprechend ändern sich die Schulungsziele, es werden bestimmte Wege oder Handlungsmuster auf konkrete Situationen bezogen eingeübt. Wenn der Einsatz des Langstocks zu schwierig ist, wird ein Alternativgerät angepasst und dessen Handhabung vermittelt.

Schulung bei körperlich eingeschränkten Kindern und Jugendlichen

Auch hier ist je nach Behinderung eine Adaption des üblichen Schulungsablaufs erforderlich. Bei der Wahl des Hilfsmittels ist zu prüfen, ob der Langstock in anderer Pendelhaltung genutzt werden kann oder ein Alternativgerät zum Einsatz kommen muss. Sitzen die Schüler im Rollstuhl kommen Inhalte wie Geradeausfahren und korrekte 90-Grad-Drehungen, Bewältigung von Borsteinkanten, Erkennung von Abwärtstreppen und das Umfahren von Hindernissen, Baustellen, etc. zu den üblichen Schulungszielen hinzu. Bei einer zusätzlichen Hörbehinderung kann das Gleichgewicht gestört sein u./od. ein Richtungshören, das Abschätzen von Entfernungen im Straßenverkehr sowie eine Hinderniserkennung über Schallreflektion/Schallschatten, etc. erschwert sein oder ganz wegfallen. Dies wird während der Schulung abgeklärt und gemeinsam nach Möglichkeiten der Kompensation gesucht.


Portrait Kontaktdaten
Hella Born
Telefon: 0621 4969 314
E-Mail: hella.born@schlosspost.de