Gemeinsam mit einer Gruppe sehbehinderter und blinder Schülerinnen und Schüler besuchten wir die Kunsthalle Mannheim und tauchten in die Kunstwelt der 1960er Jahre ein. Die Ausstellung „Radikal Real – Nouveau Réalisme und die Kunst der 60er Jahre“ präsentierte unter anderem Werke bedeutender Künstlerinnen und Künstler wie César, Christo, Yves Klein, Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely.
Im Mittelpunkt standen die gesellschaftlichen Veränderungen der Nachkriegszeit und die vielfältigen künstlerischen Ausdrucksformen dieser Zeit. Für unsere Gruppe war dabei besonders spannend, Kunst auf ganz unterschiedliche Weise wahrzunehmen und sich mit den Werken auseinanderzusetzen.
Bereits im Vorfeld hatten wir einen intensiven Austausch mit den Kunstvermittlerinnen der Kunsthalle Mannheim. Diese Vorbereitung war für unseren Besuch besonders wertvoll. Vor Ort konnten wir unter anderem die Tastobjekte nutzen, die von den Kunstvermittlerinnen bereitgestellt wurden. Sie ermöglichten unseren Schülerinnen und Schülern, ausgewählte Kunstwerke über den Tastsinn zu erschließen und dadurch einen eigenen Zugang zur Ausstellung zu finden.
Auch wir selbst waren gut vorbereitet und hatten eigenes Material dabei. Zusätzlich nahmen wir Audiodateien zu den Wandtexten auf, sodass die Informationen zur Ausstellung auch unabhängig vom visuellen Lesen zugänglich waren.
So wurde der Museumsbesuch zu einer besonderen Erfahrung: Kunst wurde nicht nur betrachtet, sondern ertastet, gehört, beschrieben und gemeinsam erlebt.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Kunstvermittlerinnen und dem gesamten Team der Kunsthalle Mannheim für die tolle Vorbereitung, die Offenheit und die wertvolle Unterstützung. Die Zusammenarbeit war für uns eine rundum gelungene Kooperation und hat gezeigt, wie vielfältig und selbstverständlich inklusive Kunstvermittlung gestaltet werden kann.
Vielen Dank an die Kunsthalle Mannheim für diesen besonderen Tag!
(Ruth Kühn)




