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Bericht aus den Internaten: Corona – Wir machen das Beste draus!

Jeder versucht fleißig, in dieser besonderen und doch schwierigen Zeit, das Beste daraus zu machen. Egal ob im Homeoffice, Fernlehrangebot, während des Präsensunterrichts oder auf den Gruppen des Internats, welches im kleinen Betrieb seit dem 15.06.2020 wieder geöffnet ist.

Es war uns wichtig, zu jeder Zeit Ansprechpartner für SchülerInnen und Eltern zu sein und so pflegten wir einen regelmäßigen, engen Austausch mit den Familien. Wir wollten selbstverständlich so viel Unterstützung wie möglich anbieten. Durch Informationsbeschaffung, -Weitergabe und Beratung erhofften wir uns, die Sorgen der Familien ein wenig zu lindern und so auch mit Distanz ein Gefühl des Zusammenhaltes zu schaffen. Keiner sollte in dieser Zeit das Gefühl haben, mit seinen Fragen oder Anliegen alleine da zu stehen.

Auch der Kontakt und Austausch der SchülerInnen untereinander sollte nicht zu kurz kommen. Wir alle haben gespürt wie gut, vor allem in solchen Ausnahmesituationen, ein klein wenig „Normalität“ tut. Hierfür gab es vor allem digitale und virtuelle Angebote, auch außerhalb der Homeschooling Unterrichtszeiten.

Seit dem 15.06.2020 gab es für die SchülerInnen und KollegInnen dann endlich die Möglichkeit, zumindest teilweise und nach den Vorgaben und der Einhaltung von Abstands- und Hygienemaßnahmen, wieder  an die Schule zu kommen und hier betreut und unterrichtet zu werden. Dies war für alle eine Herausforderung, vor allem da sich die Richtlinien und beschlossenen Maßnahmen seitens der Bundesregierung noch einige Male ändern sollten. Dennoch haben SchülerInnen, deren Familien und die KollegInnen diesen Spagat mit Bravur gemeistert.

Es wurde eine Notgruppenbetreuung im Kindergarten und der Schule eingerichtet und von den KollegInnen des Internats mit unterstützt, sowie die Schüler-Aufsicht des Präsensunterrichts auf dem Gelände, in der Pause und während der Präsenszeit auf den Internatsgruppen gewährleistet. Natürlich immer unter Einhaltung von Abstands- und Hygienemaßnahmen.

Doch auch in der Zeit, bevor der Schul- und Internatsbetrieb wieder teilweise aufgenommen werden konnte, haben die KollegInnen im „Homeoffice“ sowie auf den Internatsgruppen, viele Dinge vorbereitet und erarbeitet, die sich im Schul- und Internatsalltag bewähren. So wurden z.B. Näharbeiten vollzogen, um den Bedarf an Mund- und Nasenschutz, sowie an Schutzschürzen zu gewährleisten und abzudecken.

Des Weiteren wurden die eigenen Fähigkeiten weitergebildet, jede Menge Fachliteratur gelesen und die persönlichen Kompetenzen erweitert. Dadurch sollte sichergestellt werden, dass die Schülerschaft der Schloss-Schule in Zukunft noch besser unterstützt werden kann. So hat sich eine Kollegin zur Aufgabe gemacht, die „Corona-Zeit“ zu nutzen, um ihre verlorengegangenen Mathematikkenntnisse wieder aufzufrischen und zu festigen. Es wurde jede Menge Verwaltungs- und Archivarbeit geleistet, wie z.B. das Erstellen von Konzepten für die Bereiche der Betreuung und Feriengestaltung.

Um die schwierige Zeit zu versüßen, wurde im Homeoffice  sowie auf den Internatsgruppen fleißig gekocht und gebastelt. So entstanden jede Menge leckerer Marmeladen, diverse Sirups, eine bunte Auswahl an verschiedenen Glückwunschkarten, tolle haptische Spiele, wie z.B. ein Toddler Sensory Busy Board, Tast- und Fühlbücher, ein Knopf-Memory  und Kunstwerke zum Ertasten und Bestaunen. Es wurden tolle Pappmache-Figuren gebastelt, die auch als Wasserspeier auf einer Kathedrale stehen könnten :). Eine Kollegin hat sich an der Herstellung von selbstgemachten Bienenwachstüchern versucht und z.B. Vesperbrot-Tüten hergestellt. Vieles davon wurde auch für das Sommerfest vorbereitet, welches dieses Jahr leider nicht stattfinden konnte.  Doch auch für andere Veranstaltungen und Feste, welche hoffentlich ganz bald wieder stattfinden dürfen, wurden Materialvorbereitungen getroffen und Konzepte erarbeitet.

Auch wurde die Zeit sinnvoll genutzt, um alle Räume, Ordner und Akten sowie Bücherregale und Dekorationsartikel neu zu ordnen, auszusortieren und ggf. zu Säubern bzw. zu Desinfizieren. Die Beschriftungen, Kennzeichnungen und die taktilen Raumplanungen der Internatsräumlichkeiten wurden aktualisiert und neu gestaltet.

Auf der Gruppe 12 wurde eine Wand neu dekoriert sowie ein großes Triptychon erstellt. EineKollegin, welche im Rahmen des Fördervereins das Amt des Kassenwartes begleitete, hat sich reichlich Arbeit mit nach Hause genommen denn die Rechnungen wollen schließlich trotz allem bezahlt werden. Vor dem Eingang der Internatsgruppe 1 wurde liebevoll ein Kräuterbeet angelegt, der Balkon der Gruppe 14 hat ein Make-over erhalten und strahlt nun in vollster Blumenpracht und auch das Gewächshaus wurde mit vielerlei Gemüse & Obst bestückt und regelmäßig gehegt und gepflegt. Die Fahrzeuge, welche die Schüler auf dem Gelände nutzen können (z.B. Kettcars, Fahrräder und Tandems) wurden überprüft und ggf. repariert. Ein herzliches Dankeschön an die SchülerInnen, die Familien und an alle KollegInnen, für das Engagement jedes einzelnen, sowie das große Verständnis und Vertrauen in dieser herausfordernden Zeit.

(Chayenne Drumm)