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Goalball meets Hockey

Am Montagabend hatten unsere Goalballer besondere Trainingsteilnehmer zu Besuch: Die Junioren-Hockey-Mannschaft des TSV Mannheims war mit circa 20 Jungs im Alter von 12-14 Jahren mit ihren Trainern und Betreuern da, um Goalball kennen zu lernen und natürlich auch zu spielen.

Nach einer schnellen Vorstellungsrunde, schließlich wollte man viel spielen und bei über 20 Trainingsteilnehmern ist das eine wahre Herausforderung, wurde sich flott warm gemacht. Im Schnelldurchlauf wurde der Kreislauf aktiviert und die Rumpfmuskulatur erwärmt, was die Hockeyspieler natürlich schon vor ihrer Stammsportart kannten.

Doch dann wurde es spannend: Die Abwehrhaltung, die für das Goalball-Spiel ganz wichtig ist, wurde von den erfahrenen Spielern demonstriert und erklärt. Dann ging es in Kleingruppen und die llvesheimer Spieler coachten die Jungs des TSV Mannheims, korrigierten die Abwehrhaltung und gaben wertvolle Tipps, wie man z.B. den Kopf schütz, um nicht den 1,25kg schweren Klingelball an die Rübe zu bekommen.

Im Anschluss daran gab es eine flotte Regelkunde: In einem kleinen Showspiel zeigten die Ilvesheimer, was beim Goalball erlaubt ist, was zu Strafwürfen führt, wie das mit dem An- und Abpfeifen ist und natürlich gab es Tore und großartige Abwehraktionen zu bewundern.

Davon motiviert legten dann auch schon die Gäste los. Aufgeteilt in vier Teams wurde ein kleines Turnier mit vielen Toren ausgetragen. Natürlich fanden nicht alle Bälle den Weg ins Tor, viele wurden auch mehr oder minder konventionell abgewehrt. Zuspiele des Mitspielers landeten auch mal im eigenen Tor, der eine oder andere fand die Orientierungsmarkierungen nicht und die Highball-Linie war irgendwie auch des öfteren mal viel zu nah am eigenen Tor, sodass auch der ein oder andere Penalty bewundert werden konnte.

Alle hatten viel Spaß, und die Gaudi war natürlich, dass die Trainer der Jungs, die es sich bis dahin auf der Bank gemütlich gemacht hatten, auch ran mussten. Und zwar gegen die großen Jungs von Ilvesheim, die dann auch zeigten, was sie können: Mit Riegelverschiebung vermauerten sie das eigene Tor, sodass trotz starker Würfer der Trainer kein Ball die Lücke ins Tor fand. Umgekehrt wurde beim Angriff geklatscht und verschoben, sodass die armen Trainer gar nicht wussten, woher denn der Ball nun kommt…

Anschließend gab es noch eine große Runde Penalty-Werfen mit erstaunlich wenig Toren. Dort konnte man sehen, dass man auch schon in 80 Minuten Training wirklich gute Abwehrleistungen erzielen kann. Nach einer abschließenden Fragerunde gingen die Hockey-Spieler mit einigen blauen Flecken, aber auch mit vielen schönen Momenten, nach Hause. Wir freuen uns schon auf die Gegeneinladung im Herbst, wenn wir zu einem Hockeyspiel mit privater Audiodeskription dürfen!

(Jessica Bahr)