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Kinoabend der Gruppe 3

Am Mittwoch, den 8. Februar 2017 unternahmen sechs Schülerinnen und zwei Erzieherinnen der Gruppe 3 gemeinsam mit drei Schülerinnen und einer Erzieherin der Gruppe 4 einen Ausflug ins Kino nach Mannheim. Dort lief nämlich noch der Film „Mein Leben mit dem Blind Date“.

Da der Film um 19:30 Uhr begann, machten wir uns bereits um kurz nach 18:00 Uhr auf den Weg. Wir wurden von Herrn Gutfleisch mit dem Schulbus gefahren.
Am Kino angekommen deckten sich alle reichlich mit Getränken und Snacks für den Film ein, bevor wir uns langsam in Richtung Kinosaal begaben. Als wir uns dort häuslich eingerichtet und unsere Snacks verstaut hatten, – dabei kam es uns sehr zu Gute, dass Halter für Getränke an den Stühlen angebracht sind – verbrachten wir die restliche Zeit bis zum Filmbeginn damit, uns zu unterhalten und schon mal unsere Snacks zu kosten. Außerdem zeigte sich an diesem Abend wieder einmal deutlich, wie hilfreich ein Smart- bzw. iPhone für blinde Menschen sein kann. Durch die App „Greta“ ist es nämlich möglich, für bestimmte Kinofilme eine Audiodeskription herunterzuladen und dann offline im Kino parallel zum Film über Kopfhörer abspielen zu können. Auch bei diesem Film war dies möglich und klappte problemlos.
Die Hauptperson des Films, der deutsch-Singhalese Saliya Kahawatte, verliert im Alter von 15 Jahren innerhalb weniger Monate fast sein komplettes Augenlicht. Fünf Prozent Sehrest, jedoch zudem sehr verschwommen, verbleiben ihm. Die Ärzte diagnostizieren ihm, dass er eines Tages komplett erblinden wird und empfehlen ihm, das Gymnasium zu verlassen, um entweder auf eine Blindenschule zu wechseln oder in eine Werkstadt für Menschen mit Behinderung zu gehen. Doch das ist ganz und gar nicht im Sinne von Saliya, er bleibt auf dem Gymnasium und kämpft sich, mit Hilfe seiner Schwester, bis zum Abitur durch. Doch damit nicht genug. Saliya ist nicht bereit, sich von seinem schlechten Sehvermögen seinen Traumberuf nehmen zu lassen! Er träumt von einer Karriere in der Gastronomie und schreibt fleißig Bewerbungen. Doch da er mit offenen Karten spielt und seine Augenkrankheit in den Bewerbungen erwähnt, erhält er ausschließlich Absagen. Frustriert über die Vielzahl an Absagen beschließt er daher, in den nächsten Bewerbungen nichts mehr über seine Augenproblematik zu erwähnen, mit Erfolg. Er wird zu einem Bewerbungsgespräch in einem Münchner Luxushotel geladen und eingestellt. Weiterhin verschweigt er jedem seine Augenkrankheit und übt nach Feierabend die einfachsten Handgriffe, bis er sie routiniert beherrscht. Lediglich sein Ausbildungs-Kollege Max merkt schnell, dass Saliya eine Einschränkung hat. Von da an unterstützt er Saliya bei seinen Zusatzübungen für die Alltagsbewältigung und die beiden freunden sich an.

Als Saliya sich schließlich in Laura, die Tochter des Hotelchefs, verliebt, kommt er in Situationen, die er im Voraus nicht ahnen und einstudieren konnte, was schwerwiegende Folgen mit sich bringt, als er auf ihren Sohn Oskar aufpassen muss.

Am Ende des Films stellt Saliya fest, dass es besser für ihn ist, wenn er seinen Mitmenschen nichts vormacht. Er kann die Abschlussprüfungen der Hotelausbildung erfolgreich abschließen, erhält den Gesellenbrief und macht sich mit Max selbstständig. Auch Laura und er söhnen sich wieder aus.

Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit und hat uns alle sehr Begeistert und berührt.

Immer noch sehr bewegt vom Film und vollgegessen mit Nachos, Popcorn, etc. machten wir uns wieder auf den Heimweg. Während der Fahrt tauschten wir noch fleißig unsere Eindrücke und Meinungen zum Film aus.

Abschließend kann man im Namen aller sagen, dass es ein sehr schöner Abend war und der Film sich auf jeden Fall gelohnt hat und absolut weiterzuempfehlen ist.

(Christina Kuhnle und Julia Kuchelmeister)