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Tabalugahaus Duderstadt – Erfahrungsbericht der Schloss-Schule Ilvesheim

Die Schloss-Schule Ilvesheim, Staatliche Schule für Blinde und Sehbehinderte mit Internat, machte sich vom 7.-11-April 2014 mit einer Schülergruppe, bestehend aus zwölf Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf den Weg ins das Tabalugahaus Duderstadt.

Die Schüler besuchen den Bildungsgang Schule für Geistigbehinderte und sind zum Teil auf einen Rollstuhl angwiesen. Das Tabalugahaus hat uns vom ersten Moment an begeistert. Die Räumlichkeiten sind sehr ansprechend und hell gestaltet. Auch das Konzept der Farbgestaltung für die einzelnen Stockwerke ist prima. Es hilft Schülern mit Beeinträchtigungen sich selbstständig zurecht zu finden. Der sprechende Aufzug vervollständigt das Konzept.

Am ersten Abend wurden wir mit helfenden Händen und einem fertigen Abendessen begrüßt. Die Zimmer wurden nach individuellen Wünschen wie bspw. Pflegebetten eingerichtet. Der erste Tag begann mit einem Besuch eines Försters, der uns in schülergerechter Sprache die Tierarten des Eichsfeldes näherbrachte. Den Nachmittag verbrachten wir auf dem Biobauernhof der Heinz-Sielmann-Stiftung. Bei einer Führung durch die verschiedenen Ställe wurden alle Sinne unserer Schüler angesprochen. Neben dem Füttern und Streicheln der Tiere, dem Fühlen verschiedenen Futters konnten auch alle Tiere durch hören und riechen bestimmt werden. Den Abend ließen wir in den schönen Räumlichkeiten des Tabalugahauses mit Wellness ausklingen.

Am Mittwoch konnten die Schüler in aller Ruhe die vielfältigen Angebote, die das Haus an sich und die Stadt bietet, genießen. Im „Kuschelraum“ wurde entspannt, im Kreativraum gebastelt und im Musikraum ordentlich das Schlagzeug malträtiert. In Duderstadt wurde geshoppt und der Stadtwall erkundet. Am Nachmittag kamen zwei Therapiebegleithunde zu Besuch. Ihre Besitzerin hat sehr viel Zeit mitgebracht, so dass alle Schüler trotz ihrer unterschiedlichen Beeinträchtigungen Zeit genug hatten, die Hunde ausführlich kennenzulernen.

Am Donnerstagvormittag ging es zum Brot backen und Suppe kochen in den Schulgarten der Pestalozzi-Schule. Dort zeigte uns ein ehemaliger Bäckermeister, wie früher Brot mit traditionellen Gerätschaften gebacken wurde. Die Schüler durften den Teig selbst kneten und zu Brezeln und Zöpfen formen. In einem Backsteinofen, der bis zu 300°C heiß werden kann, wurde das Gebäck fertig. Unterdessen hat der größere Teil der Gruppe Gemüse geschnitten und gewaschen und auf einem offenen Feuer die Suppe gekocht. Weil es regnerisch und kalt war, durften alle in dem von den Pestalozzi Schülern selbstgebauten Backhaus die Mahlzeit einnehmen. Die Suppe gab es auch in pürierter Version mit Sahne, lecker!!! Die Atmosphäre war sehr nett und unterhaltsam. Nachmittags hatten die Schüler zur freien Verfügung. Einige sahen den Film „Ziemlich beste Freunde“, andere gingen bummeln. „Wie hat es euch hier im Tabalugahaus gefallen?“ Mit dieser Frage richtete sich eine Betreuerin am letzten Abend an die Schüler. „Es war sehr schön. Die Ziegen haben an meinen Fingern geknabbert. Das selbstgebackene Brot fand ich sehr lecker. Ich habe mit den Hunden gespielt……..“

Viele Antworten, die aber ganz deutlich zeigten:

„UNS HAT ES HIER SEHR GUTGEFALLEN!“ VIELEN DANK FÜR DIE TAGE IM TABALUGAHAUS!