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Wo ist der Pokal? – Theateraufführung des Pavillon A

Das war die große Frage im Theaterstück des Pavillon A am 22. Februar, denn der war nach den Ferien verschwunden und die Schüler machten sich auf eine Detektivreise durch einige Länder Europas, um ihn wiederzufinden.

Aber zu Beginn hieß es erst einmal: „Willkommen, willkommen, lasst euch von uns entführen in die Welt der Phantasie.“

Die Schüler des Pavillon A begrüßten ihre Eltern und einige Schüler und Lehrer des SBBZ mit einem selbstgedichteten Lied zu Beginn der Vorstellung. Der Anfang war getan und nun ging es ca. 35 Minuten lang in unterschiedlichen Szenen und mit verschiedenen Tanz- und Liedeinlagen auf die Suche nach dem Pokal.

Schon in der ersten Szene erfährt das Publikum, dass die Schüler ihren großen Schatz vermissen, denn sie können den Pokal nach den Ferien nicht mehr im Regal entdecken. Die „Klasse“ im Stück besteht aus sieben Schülern.

 Im Vorfeld wurden die Charaktere genau unter die Lupe genommen und die Schüler durften sich Namen und Verkleidung selbst aussuchen. Manche Schüler wollten keinen anderen Namen haben, wieder andere fanden es sehr spannend, in eine neue Rolle zu schlüpfen.

Zuerst vermuten die Schüler im Theaterstück, dass es ein Dieb war, der den Pokal entwendet hat und sich auf die Reise nach London gemacht hat. Untermalt wird die These von einem englischen Lied, welches die Schüler auf der Bühne mit großem Engagement präsentieren.

In der nächsten Szene erhalten die Schüler ein Foto des Diebes auf ihr Handy geschickt und erfahren aufgrund des Bildes von einem in London wohnenden Onkel, dass der Dieb nach Frankreich weiter gereist ist.

Es folgt ein Rollstuhltanz zur Musik „Les Champs-Elysees“. Sechs Schüler mit ihren Begleiterinnen und Begleitern bewegen sich im Kreis mit einer großen und vielen kleinen Frankreich-Fahnen und zeigen Freude und Aktivität bei der Bewegung.

Auch in Italien wird der Pokal vermutet, aber am Ende stellt sich heraus, dass der FSJ das wertvolle Stück über die Ferien mitgenommen und beaufsichtigt hat. Ein gutes Ende also!!!

Gut war auch wie sich alle Schüler bei den Proben eingebracht haben. Egal ob als Schauspieler, Tänzer, Sänger – alle Schüler konnten ihre Fähigkeiten zeigen und darstellen. Gegenseitiges Helfen war an der Tagesordnung. Besonders blinde Schüler benötigen auf der Bühne Markierungs- und Orientierungshilfen oder akustische Signale. Auch auf Kontraste wurde Wert gelegt und man durfte nicht zu viel Kulisse aufbauen.

Die Medien der Unterstützten Kommunikation ermöglichten es den nichtsprechenden Schülern, mithilfe von Step-by-Step-Tastern ihren Namen zu sagen und auch Textrollen während des Stückes zu übernehmen.

Die Freude der Schüler stand im Mittelpunkt und wir freuen uns auf die nächste Aufführung – vielleicht schon bald in zwei Jahren…

(Jutta Keck-Leupold)